Schwachstellen-Übersicht bei bekannten CMS-Systemen
Bekannte Lücken in WordPress, Drupal, Typo3 und anderen verbreiteten
Systemen - kurz, in eigenen Worten und mit Quelle. Keine
Nachrichtenseite: Hier steht nur, was für jemanden mit einer eigenen
Website eine Entscheidung auslöst. Die Zusammenfassungen entstehen
mit KI-Unterstützung und werden vor der Veröffentlichung geprüft;
die Einordnung darunter stammt von mir.
Keine dieser Lücken betrifft eine Seite, die ich gebaut habe.
Ich entwickle eigenen Code statt Baukasten und Plug-ins - und was nicht
eingebaut ist, kann auch keine Lücke mitbringen. Fehlerfrei ist kein
Code, aber die Angriffsfläche ist eine grundlegend andere.
Über eine Lücke im Übersetzungs-Plug-in TranslatePress konnten Unbefugte an den Link zum Zurücksetzen eines Passworts gelangen und darüber fremde Konten übernehmen. Die Einstufung liegt bei 9,8 von 10 Punkten.
In dem Formular-Plug-in Forminator Forms wurde der Typ hochgeladener Dateien nicht ausreichend geprüft. Angreifer konnten dadurch beliebige Dateien auf den Server legen - der Einstufung nach mit 9,8 von 10 Punkten kritisch.
Zwei Schwachstellen im WordPress-Kern lassen sich verketten. Einzeln sind sie mit 9,1 und 7,5 von 10 Punkten bewertet, zusammen mit 9,8. Über die Programmierschnittstelle kann darüber Code eingeschleust werden, ohne dass eine Anmeldung nötig ist.
OptinMonster, TrustPulse u. a. (WordPress-Plug-ins)
Bei einem Anbieter mehrerer verbreiteter WordPress-Plug-ins wurde das Auslieferungsnetz für Dateien manipuliert. Über einige Stunden hinweg wurde darüber verändertes JavaScript an Websites ausgeliefert, das Hintertür-Zugänge mit Administratorrechten anlegte.
In Drupal wurde eine SQL-Injection-Lücke geschlossen, über die sich ohne Anmeldung auf geschützte Daten zugreifen, Rechte ausweiten und Code ausführen ließ. Angriffe darauf wurden bereits beobachtet.
Ally – Web Accessibility & Usability (WordPress-Plug-in)
Das Plug-in "Ally", das WordPress-Seiten barrierefreier machen soll, enthielt eine SQL-Injection-Lücke. Über präparierte Adressen ließen sich eigene Datenbankbefehle ausführen, ohne dass eine Anmeldung nötig war. Die Einstufung lautet "hoch".
Modular DS und Advanced Custom Fields: Extended (WordPress-Plug-ins)
In dem Plug-in Modular DS klaffte eine Lücke mit der höchstmöglichen Bewertung von 10 von 10 Punkten: Sie erlaubte, die Anmeldung zu umgehen und sich automatisch als Administrator einzuloggen. Betroffen sind Version 2.5.1 und älter, behoben ist es ab 2.6.0. Das Plug-in ist auf über 40.000 Websites im Einsatz. Angriffe liefen bereits.
In mehreren Drupal-Modulen wurden Sicherheitslücken geschlossen, zwei davon als kritisch eingestuft. Im Modul Panels war die Rechteprüfung unzureichend (behoben in 8.x-4.9), im Modul ECA ermöglichten CSRF-Angriffe Zugriff auf abgeschottete Informationen (behoben in 1.1.12, 2.0.16 und 2.1.7).
Die Typo3-Entwickler haben zehn Sicherheitslücken geschlossen. Neun davon sind Cross-Site-Request-Forgery-Schwachstellen, dazu kommen eine mögliche Weiterleitung auf fremde Adressen und eine, über die Informationen abfließen konnten. Die höchste Einstufung liegt bei 8,0 von 10 Punkten.
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